Schweinehaltung ist in Österreich ein wichtiger Wirtschaftszweig. Landwirtschaftliche Betriebe, die Schweine halten, haben sich auf den oberösterreichischen Zentralraum, Niederösterreich und die Süd-östliche Steiermark konzentriert.

In der Schweinehaltung gibt es verschiedene Sparten in denen man wirtschaften kann. Die Betriebe haben sich entweder rein auf die Zucht von Ferkeln oder die weiterführende Mast spezialisiert. Dennoch ist noch immer rund die Hälfte der Betriebe in Österreich so genannte „geschlossene“ Systeme. Das bedeutet, dass diese Landwirte Zucht und Mast auf einem Hof betreiben.

Bis das Schwein als köstliches Filet-Wellington oder als typisch österreichisches „Bratl“ auf unseren Tellern landet, hat es einen weiten Weg vor sich. Die längste Phase im Leben eines Schweines ist die Mast, auf die wir uns heute konzentrieren.

Mit 30 kg kommen die Ferkel (bei geschlossenen Systemen) in die Mastkammern oder auf den reinen Mastbetrieb. Viele Betriebe füttern die Schweine mit einer flüssigen Futtersuppe die zum Großteil aus Maiskornsilage besteht. Getreide wie Gerste, Weizen und Hafer machen die tägliche Ration sehr schmackhaft. Wachstum ist aber beim Tier (wie auch beim Menschen) ohne Eiweiß nicht möglich und deshalb wird auch Soja, Raps oder in seltenen Fällen auch Ackerbohnen verfüttert. Damit die Tiere leistungsfähig und gesund sind, setzt man der Ration noch Mineral – und Wirkstoffe hinzu. Nach etwa 110-120 Tagen haben die Tiere ca. 90 kg an Gewicht zugelegt und wiegen dann 100-110 kg. Dafür hat es etwa 250 kg Futter fressen müssen.

Der österreichische Schweinemarkt ist einer der effizientesten weltweit. Hier ein paar Zahlen und Fakten:

·         61% des Fleischkonsums eines Österreichers entfällt auf Schweinefleisch. Das sind 40kg.

·         Es gibt etwa 50.000 Schweinebetriebe in Österreich.

·         In Österreich werden jährlich 5,2 Mio. Mastschweine erzeugt.

·         Verglichen mit anderen Ländern in der EU sind die österreichischen Schweinemäster sehr klein strukturiert. Durchschnittlich hält jeder Betrieb 93 Schweine. Es lohnt sich also österreichisches Schweinefleisch aus überschaubaren Familienbetrieben zu kaufen.

·         Das Hauptfuttermittel der Schweine ist Mais. Da dieser am besten in den Bundesländern Ober- und Niederösterreich und der Steiermark wächst, findet man hier auch 90% der österreichischen Schweine.

 

Generell unterliegt die Schweinehaltung in Österreich strengen Richtlinien, die regelmäßig von Tierärzten und speziell dafür ausgebildete Kontrolleure überprüft werden.

  • Quelle: Statistik Austria