In Österreich leben zurzeit ca. 750.000 Milchkühe. Der Großteil dieser Kühe gehört der Zweinutzungsrasse Fleckvieh an. Zweinutzungsrassen haben die Eigenschaft, sowohl für die Milch-, als auch für die Fleischerzeugung geeignet zu sein. Dafür geben sie z.B.: etwas weniger Milch als Milchrassen.

Fleckvieh

Um Milch zu erzeugen, müssen Kühe regelmäßig ein Kalb zur Welt bringen. Die durchschnittliche Trächtigkeit (Schwangerschaft) einer Kuh dauert ca. 280-290 Tage, das sind in etwa 9 Monate. Schon ein Monat nach der Abkalbung könnten die meisten Kühe wieder besamt werden, da das von ihrem natürlichen Rhythmus vorgegeben wird. In freier Natur wäre das auch der Fall.

Die meisten Landwirte warten allerdings oft noch einen Monat länger, bis sie die Kuh zur Besamung freigeben. Der einfache Grund: Um das Tier zu schonen.

 

Ab der ersten Besamung (ca. 50-90 Tage nach der Abkalbung) vergehen noch weitere 240 Tage, in denen der Landwirt die Kuh melkt, um so Milch zu gewinnen. In dieser Zeit gilt es durch bedarfsgerechte Fütterung die Kuh leistungsbereit und gesund zu halten. Nach diesen 240 Tagen wird die Kuh „trockengestellt“. In der Trockenstehphase, auch Transitphase genannt, werden die Kühe nicht gemolken und mit kargerem Futter versorgt.
Dadurch wird das Euter geschont und der Stoffwechsel der Kuh für die neue Laktation (Zeit zwischen zwei Abkalbungen) vorbereitet.