Egal ob als weiches Frühstücksei, verarbeitet in leckeren Mehlspeisen oder als krönender Abschluss einer durchgefeierten Partynacht in Form einer traditionellen Eierspeis.
Wir alle essen, bewusst oder unbewusst, täglich dutzende von Eiern.
Diesen Genuss ermöglichen Millionen österreichische Legehennen.

Legehennen werden in Österreich heute ausschließlich in Boden- bzw. Freilandhaltung gehalten.
Das bedeutet, dass die Hennen nicht in Käfigen leben, sondern sich frei bewegen und so ihre natürlichen Bedürfnisse exzellent ausleben können.

Der Unterschied zwischen Boden- und Freilandhaltung liegt darin, dass Freilandhennen zusätzlich die Möglichkeiten haben, einen Auslauf ins Freie zu nutzen.
Der Stall selbst ist im Normalfall bei Boden und Freilandhaltung gleich.

Im Stall findet sich sehr häufig eine sogenannte Voliere.
Diese Voliere bittet den Hennen Legemöglichkeit, Schlafplatz, Sitzstangen sowie Futter und Wasseraufnahmemöglichkeiten.

Volaire

Volaire

Der Alltag einer Legehenne beginnt sehr früh morgens.
In den frühen Morgenstunden stürmen die Hennen in ihr eigenes, ausgepolstertes Legenest.
In diese weichen Legenester ziehen sich die Hühner zurück, um in Ruhe ihre Eier zu legen.
Eine Henne legt ca. 0,8 Eier/Tag , das bedeutet ca. 5-6 Eier pro Woche.
Das ist vor allem abhängig davon, wie alt die Henne ist.
In der Regel werden die Legehennen 1 Jahr oder etwas länger am Legehennenbetrieb gehalten. Danach werden sie geschlachtet und zu sogenannten Suppenhühner oder Haustierfutter verarbeitet.
Der Nestboden dieser Legenester ist so ausgelegt, dass die Eier automatisch auf ein Eiersammelband rollen.
Von dort laufen die Eier dann voll automatisch in den Sortierraum.

Freilandhaltung

Freilandhaltung

Nach dem Eierlegen beginnt für die Hühner der gemütliche Teil des Tages.
Frisches Futter, großteils aus heimisch erzeugtem Mais und Soja sowie frisches Wasser stehen den Hennen ad libitum zur Verfügung. Das heißt die Tiere können wann sie wollen, und wie viel sie wollen fressen und trinken.

Neben dem Fressen gönnen sich die Hennen auch sehr gerne ein Staubbad im Scharraum.
Pro gehaltenes Huhn muss eine gewisse Fläche an Scharraum zur Verfügung stehen.
Somit wird gewährleistet, dass jede Henne ausreichend Platz zum Staub baden vorfindet.

Sobald der Tag zu Ende geht, und das künstliche Licht zu erlischen beginnt, ziehen sich die Hennen auf die Sitzstangen der Voliere zurück. Hier oben verbringen die Tiere die Nacht und bereiten sich darauf vor, am nächsten Morgen wieder frische, qualitativ hochwertige, artgerechte österreichische Eier für den Konsumenten zu legen.

Ps.: 
Bestimmt ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass auf jedem Ei ein Code abgedruckt ist.
z.B. 2-At-1434234
Die beiden Buchstaben stehen für das Herkunftsland. In diesem Fall At für Österreich.
Die längere Nummer am Ende des Codes, steht für den Legehennbetrieb, aus welchem dieses Ei stammt.
Die erste 1. Ziffer steht für die Haltungsform, in welcher das Huhn gehalten wird.

3 = Käfighaltung
2 = Bodenhaltung
1 = Freilandhaltung
0 = Bio Freilandhaltung