Betrieb Ott, Altschwendt, OÖ

Im Innviertel an der Grenze zum Hausruckviertel liegt der Betrieb der Familie Ott.

Betriebsführer Christian hat vor einigen Jahren den elterlichen Betrieb übernommen und einen Stall für 70 Milchkühe gebaut. Weiters werden 110 Jungtiere und Mastbullen gehalten.
Bewirtschaftet werden rund 75ha, davon sind ca. 5ha Biodiversitätsfläche.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen werden deutlich übertroffen, denn für Betriebsführer Christian gilt das Motto: "Eine glückliche Kuh gibt auch mehr Milch"
Was er an seinem Job am meisten schätzt ist die Arbeit in der Natur und mit den Tieren.

Der Betrieb nimmt freiwillig an zahlreichen Umweltprogrammen teil:
- Umweltbewusste biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung
- Verlustarme Ausbringung von flüssigen Wirtschaftsdüngern
- Begrünung von Ackerflächen (Die Flächen sind das ganze JAhr bewachsen)

Mit diesen von der AMA streng kontrollierten Programmen ist unter anderem verbunden:
-Erhaltung von Bäumen
-Anlage von Biodiversitätsflächen zur Förderung der Artenvielfalt, als Unterschlupf für Wild und als sog. Bienenweiden
-Durchgehende Bodenbedeckung auf 85% der Ackerflächen über das ganze Jahr
-Bodennahe, und somit emissionsarme Ausbringung von Gülle
-Verpflichtender Anbau von „alternativen Kulturen“ wie Raps, Klee oder Sojabohnen

Betriebsführer Christian über die Herausforderungen des Betriebes:
"In Österreich sind – Gott sei Dank – die Tierschutz- und Umweltauflagen viel höher als in den meisten anderen Ländern und die Landwirtschaft ist viel kleiner strukturiert. Dadurch sind aber auch die Kosten für die Erzeugung unserer Produkte höher. Ich hoffe, dass Konsumenten in Zukunft nicht vorrangig nach Preis sondern nach Herkunft einkaufen.
Verbote und Zulassungseinschränkungen von ohnehin sehr streng auf Umweltverträglichkeit geprüften Pflanzenschutzmitteln erschweren uns die Bewirtschaftung"

Für den Betrieb sind keine weiteren Wachstumsschritte geplant, allerdings wird besonderes Augenmerk auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit in den Bereichen Tierschutz, Umweltschutz, Diesel- und Handelsdüngerverbrauch und auch bei der Bodenschonung gelegt.