Allgemeines


In Österreich wird auf ca 2,9 Mio ha Landwirtschaft betrieben, obei sich die Fläche in 1,5 Mio ha Dauergrünland und 1,4 Mio ha Ackerland aufteilt. Hauptkulturen sind mit einem Drittel der gesamten Ackerfläche Weizen und Mais. Der Rest der Fläche ist mit anderen Getreidearten wie Gerste, Roggen, Hafer Dinkel usw, Leguminosen(Stickstoffsammler) wie Soja, Ackerbohne, Erbse usw, Zuckerrübe, Ölkürbis, Ölsaaten wie z.B. der Raps, und Feldfutter bestellt. Auch Gewürzpflanzen wie Kümmel, Koreander, Mohn, Lein usw und Gemüse aller Art werdenauf den Feldern österreichischer Landwirte produziert. 

Wichtig ist das Wechseln der Kulturen am Feld (Fruchtfolge) um Krankheiten und Beikräuter in Schach zu halten und um den Boden nicht einseitig auszulaugen. Wenn eine längere Anbaupause am Feld ist (zum Beispiel zwischen der Getreideernte im Juli und der Maisaussaat im April des nächsten Jahres) wird eine Zwischenfrucht angesät. Zwischenfrüchte binden die Nährstoffe im Boden und Schützen in Hanglagen vor Erosionen. Weiters fördern sie die Bodenstruktur.


Im Rhythmus der Jahreszeiten sind die Landwirtinnen und Landwirte Österreichs immer bemüht hochqualitative Produkte zu erzeugen. Angefangen bei der Wahl der Bodenbearbeitung, der Aussaat, dem Düngen,des Pflanzenschutzes bis zur Ernte. Für die Bodenbearbeitung stehen eine Reihe an Geräten und Maschinen zur Auswahl. Ziel ist es, für den jeweiligen Arbeitsgang das richtige Gerät  einzusetzen. Da bei der Kleinstrukuriertheit österreichischer Familienbetriebe eine Vollausstattung mit sämtlichen nötigen Maschinen nur selten möglich ist, wurden vielerorts Maschinengemeinschaften gegründet.  

Arbeitsschritte

Die Aussaat soll in der Regel immer trocken erfolge. Die Auswahl der passenden Sorte ist entscheidend für den Ertrag,die Qualität und die Gesundheit der Pflanze. Gedüngt wird in Österreich nach den Richtlinien der Sachgerechten Düngung, welche die Düngermenge und Zeitpunkt beschränken um einen Eintrag in das Grundwasser zu unterbinden. Viehaltende Betriebe bringen ihre organischen Dünger(Mist, Gülle, Jauche, Kompost,..) aus. Die fehlende Menge wird mit Mineraldünger ausgeglichen. Das Gesundhalten der Bestände auf den Östereichischen Feldern und Wiesen erfolgt im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes. Intgrierter Pflanzenschutz bedeutet, vor dem Einsatz von von chemischen Mitteln, immer alle nicht-chemischen Möglichkeiten auszuschöpfen (Bodenbearbeitung, Fruchtfolge, Sortenwahl, Anbauzeitpunkt, mechanische Unkrautbekämpfung,...). Erst  nach Überschreitung der jeweiligen Schadschwellen wird chemischer Pflanzenschutz eingesetzt. Für den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln ist für den Landwirt der Nachweis eines Pflanzenschutzsachkundenachweises erforderlich!
Bei der Ernte wird versucht, den optimalen Zeitpunkt zu erwischen. Jedoch ist das manchmal ein schwieriges Unterfange, wenn das Wetter nicht mitspielt. So kann es durchaus, sein dass auch an Sonntagen oder in der Nacht geerntet werden muss. Die Ernte erfolgt selbst oder durch Lohnunternehmer  mit speziellen Erntemaschinen (Mähdrescher, Zuckerrüben-, Kartoffelvollernter,....)


Mit der Ernte endet der Kreislauf der Pflanze, jedoch beginnt der einer anderen Kultur. Doch kein Jahr gleicht Vorherigen, das Wetter macht aus jedem Jahr eine neue Herausforderung.